Ein Schmerz erstarb in Eiskristall;
und Wehmut schmolz dahin ganz leis.
Ein Regen spülte Tränen fort,
und alles Sein erscheint nun matt.
Der Frühlingshauch küßt Narben blank;
und Sonne wärmt im Park die Bank.
Die ersten Blumen sind verblüht;
und doch so lang ist noch das Jahr.
Ein Lachen füllte kurz den Raum,
und nun schweigt eine Stille wohl.
Der Tag erweckt die Müdigkeit;
und Wolken drängen in die Nacht.
Ein Lichtgespinst im Morgendunst,
es gaukelt neue Träume vor.
Ein Schmetterling fliegt in das Grau,
so gelb fast wie ein Blütenblatt
aus einer fernen Zeit.
Es ist noch Frost in meinem Herz;
auch wenn es Hunger nicht mehr spürt;
es träumt nur, was kein Frost berührt.

Zufallsspruch:
Der Ruhm erlaubt dem Menschen, ungestraft die größten Dummheiten zu sagen und zu begehen.
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Zufällig bin ich auf diesem schönen BLog 'gelandet' und mit Sicherheit werde ich wiederkommen ...
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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Frost
Beugungen
Eine starre Fremdheit.
Eingefrorene Bewegung.
Die Macht der Kälte
schafft Dauerhaftes.
Biegen oder Brechen?
Noch Jahre nach dem Frost
zeigen manche Bäume
das Phantom der Last.
- Da ist kein Bogen,
der Freude in die Welt
schnellt.
Die Beweglichkeit der Zeit
ist gefährlich,
wenn der Macht Wärme fehlt.
- Es gibt kalte Kriege!
- Es gibt verbogenes Leben.
Feuerachat 04.02.2010, 03.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Eisblau
Eisblau der Himmel
von Sonne durchbrannt.
Ein kaltes Feuer - eisblau.
Und weiße Sterne schneidet
die Helligkeit aus dem Blau.
In starrer Schönheit, blaß,
überziehen feine Spizenschleier
die Winterwelt.
Und die Natur schließt
geblendet die Augen
und wartet auf Schnee
in sanftem Flockenfall.
Feuerachat 17.12.2007, 21.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Silberumflochten
In blauem Licht liegt der Park.
Hoch ragen Zweige empor.
Baumhände greifen nach Sonnenlicht.
Und Eis zaubert verwunschene Welt.
In Frosthauch Boden, Gras und Strauch
und Silber liegt um den Stamm.
Silberumflochten träumt alles
vom Frühlingskuss.
Feuerachat 13.12.2007, 22.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Reifsonne
In kaltem, hellen, frischen Blau
strahlt eine Sonne hell.
Und alles, was ihr Blick gestreift,
wird prickelnd zum Kristall.
Ein Diamantglanz füllt die Luft
so klar, so kühl - voll Eisgehalt.
Ein Klirren klingt durch diese Stadt.
So glatt, so schnell, so unhabbar. -
Ein Glanz der Herzen frösteln macht.
Ein helles Licht mit kalter Pracht.
Und Blut wird wird zum Rubin.
Ein kalter Reichtum macht sich breit.
Er friert so viele Menschen ein,
schließt sie ins Rad der Zeit.
Statt Freude ist ein kalter Schein,
der uns gefrieren läßt.
Feuerachat 24.11.2007, 18.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Über Nacht
Eisblumen an meinem Seelenfenster.
Über Nacht kam der Frost.
Erstarrt liegen Blütenträume.
Und so sehr ich mein Herz
an die Scheiben presse
findet mein Blick
nur nebelverhangenes Grau.
Fort bist Du
und mich friert.
Feuerachat 17.11.2007, 23.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Eine blutrote Blume
Samtblätter dunkelrot
umschließen einander
vereinen sich.
Auf der Lebenslinie
eine Knospe blutrot.
In der Schale der Ereignisse
zusamengefügt.
In glitzernden Eisregen getaucht
aus Tränen und Zweifel.
Prächtig strahlt die blutrote Blume
in zersetzendem Eis.
Doch sie lebt.
Blutrote Blütenblätter
umhüllen eine Liebe,
die dem Frost trotzt.
Ein Schauer aus Fremdgefühl
und Angst ist herniedergegangen.
Doch die Blume lebt.
Entgegen aller Erwartung.
Und sie trägt in sich eine Sehnsucht
größer als die Zeit.
Und küsst die Sonnenstrahlen
von den Lippen
und Wärme durchflutet sie.
Wenn die Zeit reif ist,
und der Glaube groß,
wird sie sich duftend entfalten
und den Sommer des Vertrauens
erleben,
der keine Fragen kennt.
Feuerachat 17.11.2007, 18.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Spiegelrisse
Schockgefrostete Welt.
Kristallgepudertes Laub.
Risse in spiegelnden Flächen.
Im Kunstlicht drohende Schatten.
Ein aufgescheuchtes Sein
blinzelt ins Neonlicht.
- Spiegelrisse. -
Müdigkeit will nach innen.
Und das Außen verweigert den Wesenskern.
Splitterbilder - Bildersplitter.
Zerrissen so vieles.
Natur und Unnatur.
- Spiegelrisse -
Alltägliche Verrücktheiten kalten Wollens.
Der äußere Frost drängt nach innen.
Frisch der Hunger nach Müdigkeit,
die sich in Wärme bettet.
- Und nach dem Auftauen
ein warmer Kuss.
Feuerachat 15.11.2007, 21.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL


